Mozart. Eine Ollapotrida
Was?
MOZART. Eine Ollapotrida
Manchmal treibt die Zuspitzung unserer Gesellschaft auf Effizienz kuriose Blüten. Zum Beispiel bei den Jubiläen. War da nicht ein Goethejahr, das Einsteinjahr, das Schillerjahr? Und spätestens nach dem Mozartjahr wissen wir: Mozarts Musik fördert das Pflanzenwachstum, sie steigert die Milchproduktion von Kühen und erhöht das Wohlbefinden von Säuglingen. Kurz – man entdeckte den Mozarteffekt und fand heraus: er beruhigt, er aktiviert, er deaktiviert und löst Blockaden.
Die drei Experten vom VOX-Ensemble (die Sopranistin Claudia Dieterle, die Mezzosopranistin Alexandra Forster und der Bariton Norbert Günther) machen sich auf die Suche nach Wahrheit.
Dabei treffen sie auf Mozarts Familienangehörige, seine Weggenossen, seine Förderer und Neider. Sie lassen seine Opernfiguren aufleben und zitieren aus seinen frivolen Briefen. Sie schlüpfen in die Rolle des ehrgeizigen Papa Leopold ebenso wie in die des tumben Papageno, sind mal geschäftstüchtige Konstanze oder kecker Cherubino. Mit kenntnisreichen Texten von Volker Ranisch, der auch Regie führt, hangelt man sich musikalisch von «Così fan tutte» über die fäkal-erotischen Kanons bis hin zum Requiem – kurz: eine theatrale Ollapotrida - ein Eintopf aus unzähligen Zutaten. Ob Mozart ihn je vorgesetzt bekam?
Der Name des Gerichts hätte ihm jedenfalls gefallen! Guten Appetit!
Wann?
Sonntag, 1. November 2026, 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei (Kollekte). Im Anschluss Apéro.
Wo?
in der reformierten Kirche Adliswil
